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Black Jack Regeln und Strategien

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Black Jack ist das meistgespielte Karten-Glücksspiel, das in  Spielbanken angeboten wird. Black Jack ist ein Abkömmling des  französischen Vingt (et) un (dt. Einundzwanzig bzw. Siebzehn und vier).

Das Spiel

Die Regeln des Black Jack sind international nahezu  einheitlich, die nachstehende Beschreibung folgt dem Reglement, das für  den Spieler am günstigsten ist, dieses Reglement gilt in den meisten  deutschen Casinos, sowie in der Spielbank von Monte Carlo und den  Spielbanken der Casinos Austria.

Black Jack Regeln

Allgemeines

Black Jack wird an einem etwa halbkreisförmigen Tisch  gespielt. An der geraden Seite des Tisches sitzt der Croupier (Dealer,  Bankhalter), ihm gegenüber befinden sich die Plätze für bis zu sieben  Spieler (Pointeure).

Es wird mit sechs Paketen französischer Spielkarten zu 52 Blatt, also  312 Karten gespielt – die Black Jack-Karte hat Bridge-Format und trägt  extra große Indexzeichen (Large Index) mit den englischen Bezeichnungen  K, Q und J für die Bilder.

Ziel des Spiels ist es, mit zwei oder mehr Karten näher an 21 Punkte  heranzukommen als der Croupier, ohne dabei den Wert von 21 Punkten zu  überschreiten.

Die Werte der einzelnen Karten


  1. Asse zählen nach Belieben ein oder elf Punkte. (Der Wert des  Asses wird erst dann festgelegt, wenn der Spieler keine weitere Karte  mehr kauft – dann zählt der Croupier das Ass so, wie es für den Spieler  am günstigsten ist.)
  2. Zweier bis Zehner zählen entsprechend ihren Augen.
  3. Bildkarten (Buben, Damen, Könige) zählen zehn Punkte.

Spielablauf


Vor Beginn eines Spieles platzieren die Spieler ihre Einsätze auf den  bezeichneten Feldern (Boxes) entsprechend den vom Casino festgesetzten  Limits.

In einer Box dürfen neben dem Boxeninhaber auch andere Spieler  mitsetzen; mitsetzende Spieler haben aber kein Mitspracherecht und  müssen die Entscheidungen des Boxeninhabers akzeptieren. Der Einsatz der  mitsetzenden Spieler darf nur so hoch sein, dass das vom Casino  festgelegte Limit pro Box nicht überschritten wird. Hat der Boxinhaber  bereits den maximal möglichen Einsatz getätigt, darf somit kein  Mitspieler mehr auf diese Box mitsetzen.

Sind die Einsätze getätigt, beginnt der Croupier die Karten  auszuteilen. Jeder Spieler und der Croupier erhalten zuerst eine offene  Karte, danach erhält jeder Spielernicht aber der Croupiereine  zweite offene Karte (vgl. Regel-Varianten).

Beginnend mit dem Spieler zur Linken des Croupiers kann nun jeder  Teilnehmer solange weitere Karten verlangen („hit“, „Karte“ oder  „carte“), bis er glaubt, nahe genug an 21 Punkte herangekommen zu sein  und keine weitere Karte mehr wünscht („stay“, „Keine Karte“ oder  „reste“). Wer jedoch mit seinen Karten den Wert 21 überschreitet (bust),  hat sich überkauft und verliert sofort; die Karten und der Einsatz  werden vom Croupier eingezogen.

Sind alle Spieler bedient, so zieht der Croupier seine zweite Karte.  Hat er 17 oder mehr Punkte, so muss er stehen bleiben, hat er 16 oder  weniger Punkte, so muss er eine weitere Karte ziehen (“Dealer must stand  on 17 and must draw to 16“).

Dabei gilt folgende Regel: Der Croupier muss ein Ass stets mit elf  Punkten zählen, es sei denn, er würde auf diese Weise den Wert 21  überschreiten; nur dann zählt er das Ass mit einem Punkt. Hat der  Croupier z. B. ein Ass und eine Sechs, so muss er das Ass mit elf und  die Hand mit siebzehn Punkten bewerten und darf keine weitere Karte  ziehen (“Dealer stands on soft 17“).

Wenn der Croupier 21 Punkte überschreitet, so haben alle noch im  Spiel verbleibenden Teilnehmer automatisch gewonnen. Sonst gewinnen nur  jene Spieler, deren Kartenwert näher an 21 Punkte heranreicht als der  des Croupiers.

Hat ein Spieler gleich viele Punkte wie der Croupier, so ist das  Spiel unentschieden (stand off, push, tie, égalité, en cartes), der  Spieler verliert nichts, er gewinnt aber auch nichts.

Gewinnt ein Spieler, so erhält er einen Gewinn in der Höhe seines  Einsatzes (1 : 1, even money); in den beiden folgenden Fällen werden  jedoch erhöhte Gewinne ausgeschüttet.

Siebener-Drilling


Hat ein Spieler 21 Punkte bestehend aus drei Siebenern (Triple  seven), so gewinnt er sofort im Verhältnis 3 : 2, unabhängig von der  Karte des Croupiers. Das Spiel ist für die betreffende Box nach der  Gewinnauszahlung beendet. (Diese Regel ist außerhalb Österreichs  unüblich; allerdings hat es sich auch in Deutschland und der Schweiz  etabliert, dass der Gast in irgendeiner Form einen Bonus erhält.)

Black Jack


Nach dem Siebener-Drilling ist Black Jack, eine Kombination von 21  Punkten bestehend aus den ersten beiden Karten, also Ass und Zehn, bzw.  Ass und Bild, das beste Resultat.

Hat ein Spieler einen Black Jack, nicht aber der Croupier, so erhält  der Spieler einen 3 : 2 Gewinn ausbezahlt („Black Jack pays 3 to 2“).  Hat der Croupier jedoch auch einen Black Jack, so ist das Spiel  unentschieden.

Hat der Croupier einen Black Jack, so verlieren alle noch im Spiel  befindlichen Teilnehmer, ausgenommen diejenigen, welche ebenfalls einen  Black Jack besitzen; insbesondere auch all diejenigen Spieler, welche 21  Punkte in der Hand halten. (Hat ein Spieler einen Siebener-Drilling, so  hat er bereits seinen Gewinn erhalten und ist bereits aus dem Spiel.)

Insurance (Versicherung gegen Black Jack)


Hat der Croupier als erste Karte ein Ass, so können sich die Spieler  gegen einen Black Jack des Croupiers versichern, indem sie einen  entsprechenden Einsatz auf die Insurance line setzen. Zieht der Croupier  als zweite Karte eine Zehn oder eine Bildkarte, so hat er einen Black  Jack und die Versicherung wird im Verhältnis 2 : 1 ausbezahlt  („Insurance pays 2 to 1“). Hat der Croupier jedoch keinen Black Jack, so  wird die Versicherungsprämie eingezogen.

Hat ein Spieler einen Black Jack und der Croupier als erste Karte ein  Ass, so kann sich der Spieler einen 1 : 1-Gewinn auszahlen lassen und  das Spiel beenden. Dies entspricht gerade dem Abschluss einer  Versicherung, wobei der Spieler die Hälfte seines ursprünglichen  Einsatzes auf die Insurance line platziert.

Die Versicherung gegen einen Black Jack des Croupiers ist im Grunde  eine Nebenwette, der Bankvorteil beträgt bei der Insurance ca. 1/13 =  7,692 %.

Split (Teilen)


Ein Spieler kann seine Hand teilen (split), wenn die ersten beiden  Karten gleichwertig sind (z. B. zwei Sechser oder Bube und Dame); er  spielt dann mit „geteilter Hand“ mit zwei getrennten Einsätzen weiter,  wobei mehrfaches Teilen (resplit) möglich ist (in deutschen Spielbanken  ist das mehrfache Teilen i. d. R. nicht zulässig). Für jede geteilte  Hand ist ein weiterer Einsatz in der Höhe des ursprünglichen Einsatzes  zu leisten. Der Spieler erhält nun in jeder geteilten Hand beliebig  viele Karten.

Ausnahme: Teilt ein Spieler zwei Asse, so erhält er auf jedes  Ass nur mehr eine weitere Karte. Ist diese ein weiteres Ass, so ist ein  nochmaliges Teilen aber weiterhin möglich.

In einer geteilten Hand gilt die Kombination Ass und Bild bzw. Ass  und Zehn jedoch nicht als Black Jack, sondern als 21 Punkte, da die  Kartenkombination nicht mit den ersten beiden Karten erzielt wurde.

Double (Verdoppeln)


Ein Spieler kann, nachdem er seine ersten beiden Karten erhalten hat,  seinen Einsatz verdoppeln (double). Der Wert der beiden Karten ist  dabei unerheblich (Double down on any two). Wenn ein Spieler verdoppelt,  so wird ihm danach noch genau eine Karte zugeteilt.

Ein Verdoppeln nach dem Teilen ist möglich (Double down on split pairs) (vgl. Regel-Varianten).
Ein mitsetzender Spieler in einer Box kann nur dann verdoppeln, wenn auch der Boxeninhaber seinen Einsatz verdoppelt.

Bust


In vielen Spielbanken kann ein Spieler vor Beginn der Kartenausgabe  darauf wetten, dass sich der Dealer in dieser Runde überkauft (Dealer  busts oder kurz Bust).

Sollte der Dealer 22 oder mehr Augen erhalten und sich somit  überkaufen, was mit einer Wahrscheinlichkeit von 28,16 % geschieht –  also im Mittel in geringfügig weniger als zwei von sieben Fällen –, so  wird diese Nebenwette im Verhältnis 5 : 2 ausbezahlt, andernfalls wird  der Einsatz auf diese Wette eingezogen. Der Bankvorteil bei dieser  Wettart beträgt 1,44 %.

Regel-Varianten


Viele Casinos schränken die Wahlmöglichkeiten der Spieler ein. Die am  häufigsten anzutreffenden Abweichungen von den obigen Regeln sind:
        
  1. Verdoppeln: Das Verdoppeln ist nur dann gestattet, wenn die ersten beiden Karten den Wert 9, 10 oder 11 aufweisen.     
  2. Teilen: Mehrfaches Teilen ist möglich, in einer geteilten Hand darf aber nicht verdoppelt werden.

Die Art der Kartenausgabe ist vielfach unterschiedlich, in den USA  erhält der Croupier in der Regel seine zweite Karte unmittelbar nachdem  alle Spieler ihre ersten beiden Karten erhalten haben – also nicht erst,  nachdem alle Spieler sich erklärt haben und bedient sind. In diesem  Fall wird die zweite Karte des Croupiers allerdings verdeckt gegeben und  erst dann umgedreht, wenn der letzte Spieler bedient ist. Zeigt die  erste Karte des Croupiers ein Ass oder eine Karte mit dem Wert zehn,  prüft dieser, ob er einen Black Jack hat – dieses Verfahren hat für den  Spieler den Vorteil, dass er bei einem Black Jack des Dealers in jedem  Fall nur den einfachen Einsatz verliert und nicht den durch Teilen oder  Verdoppeln erhöhten Einsatz. Dieser Unterschied ist jedoch praktisch  völlig unerheblich, da man als Spieler ohnedies nur in wenigen  Ausnahmefällen verdoppeln bzw. teilen sollte, falls der Dealer als erste  Karte ein Ass oder eine Karte vom Wert zehn besitzt.

Weiter gilt in einigen – vor allem amerikanischen – Casinos, die  Regel, dass der Dealer mit einer „soft 17“ kauft, diese Regel ist für  den Spieler weniger günstig als die verbreitetere Regel „Dealer stands  on soft 17“.

Analyse


Betrachtet man die Regeln des Black Jack, so fällt auf den ersten  Blick eine Reihe von Asymmetrien auf, die den Spieler bevorzugen.

Die Vorteile des Spielers


  1. Gewinnt ein Spieler mit Black Jack, so gewinnt er im Verhältnis 3  : 2; gewinnt jedoch der Croupier mit Black Jack, so gewinnt er nur im  Verhältnis 1 : 1.
  2. Der Spieler ist frei in den Entscheidungen, ob er eine Karte  verlangen soll oder nicht, bzw. wie er ein Ass bewerten soll – und er  kann diese Entscheidungen abhängig vom Wert der ersten Karte des  Croupiers treffen. Der Croupier aber ist in seiner Spielweise an eine  starre Regel gebunden.
  3. Der Spieler kann mit einem aussichtsreichen Blatt den Einsatz  vor einem Kauf verdoppeln und damit den Croupier zwingen, das Spiel zum  doppelten Betrag fortzusetzen.
  4. Der Spieler kann zwei gleichwertige Karten teilen und so möglicherweise mit zwei Händen gegen den Croupier gewinnen.

Der Vorteil der Spielbank


Diesen Vorteilen steht natürlich ein – versteckter – Vorteil der  Spielbank gegenüber. Wenn ein Spieler 21 Punkte überschreitet, so  verliert er seinen Einsatz sofort. Wenn nun in demselben Spiel der  Croupier ebenfalls die 21 Punkte überschreitet, so bleibt das Spiel für  den Spieler verloren und gilt nicht als unentschieden, er erhält ja  seinen Einsatz nicht mehr zurück.

Aus dieser Ungleichheit resultiert der Bankvorteil, der mathematisch  dem Erwartungswert für die Einnahme der Spielbank pro gesetztem Euro  entspricht. Beim Black Jack hängt dieser Wert natürlich von der  gewählten Spielstrategie ab.

Mathematische Analyse


Die erste mathematische Analyse des Black Jack wurde 1956  veröffentlicht. Dabei wurde eine optimale Strategie für den Spieler  unter der Annahme berechnet, dass mit unendlich vielen Paketen gespielt  wird, d. h. dass etwa die Wahrscheinlichkeit, als nächste Karte z. B.  ein Ass zu ziehen, stets 1/13 beträgt – unabhängig davon, wie viele Asse  und wie viele Karten bereits aus dem Schlitten gezogen worden sind. Die  so erzielten Ergebnisse stellen eine gute Näherung dar für das reale  Spiel mit 312 Karten.

Wenn ein Spieler eine Runde mit einem Einsatz von 100 € beginnt und  er sich in jeder Situation im Sinne der Wahrscheinlichkeitsrechnung  optimal entscheidet, so steigert er – infolge der Möglichkeiten zu  teilen bzw. zu verdoppeln – seinen Einsatz im Mittel auf 111,67 € und  verliert im Mittel 0,53 € je Spiel. Der Bankvorteil beträgt dann gerade  0,475 %, was verglichen mit anderen Spielen, die in Spielbanken zu  finden sind, sehr niedrig ist.

Zum Vergleich: Der Bankvorteil bei den einfachen Chancen des Roulette beträgt 1,35 %, bei den mehrfachen Chancen 2,70 %.

Black Jack Strategie



Basic strategy


Hält sich der Spieler an die folgenden? als Basic strategy bekannten – Regeln, so minimiert er den Bankvorteil.

Die hier angegebene Strategie ist optimal bezüglich des obigen  Reglements. Regel-Abweichungen bedingen auch Änderungen der optimalen  Strategie.

Draw or stand


Hard hands


Als Hard hand bezeichnet man alle Kombinationen ohne Ass sowie eine  Hand mit einem Ass, wenn dieses mit einem Punkt gezählt wird, so ist z.  B. die
Kombination A-5-7 eine Hard 13.

  1. Hält der Dealer ein Ass, 10, 9, 8 oder 7, so soll man bei einer Hard 16 kaufen und bei einer Hard 17 stehenbleiben.
  2. Hält der Dealer eine 6, 5 oder 4, so soll man bei einer Hard 11 kaufen aber bei einer Hard 12 oder höher stehenbleiben.
  3. Hält der Dealer eine 3 oder 2, so soll man bei einer Hard 12 kaufen aber bei einer Hard 13 oder höher stehenbleiben.

Soft hands


Eine Soft hand ist eine Hand mit einem Ass, das mit elf Punkten  bewertet wird, so kann z. B. eine Hand aus Ass und Sechs als 17 Punkte  gezählt werden.

  1. Bei einer Soft hand mit 19 oder mehr Punkten soll man niemals kaufen.
  2. Mit einer Soft 18 bestehend aus drei oder mehr Karten soll man nur dann kaufen, wenn der Dealer eine 9, 10 oder Ass hält.
  3. Mit einer Soft 17 bestehend aus drei oder mehr Karten soll man immer kaufen.

Anmerkung: Wird eine Soft hand aus nur zwei Karten gebildet,  so ist möglicherweise auch eine Verdopplung sinnvoll, die entsprechenden  Regeln finden sich im folgenden Abschnitt (Soft hand doubles). Doubles

Soft hand doubles


  1. Eine Hand von A-2 (soft 13) soll nur gegen eine 6 verdoppelt werden, in allen anderen Fällen soll der Spieler kaufen.
  2. Eine Hand von A-3 (soft 14) oder A-4 (soft 15) soll gegen eine 6  oder 5 verdoppelt werden, in allen anderen Fällen soll der Spieler  kaufen.
  3. Eine Hand von A-5 (soft 16) soll gegen eine 6, 5 oder 4 verdoppelt werden, in allen anderen Fällen soll der Spieler kaufen.
  4. Eine Hand von A-6 (soft 17) soll gegen eine 6, 5, 4 oder 3 verdoppelt werden, in allen anderen Fällen soll der Spieler kaufen.
  5. Eine Hand von A-7 (soft 18) soll gegen eine 6, 5, 4 oder 3  verdoppelt werden; der Spieler soll gegen eine 2, 7 oder 8 stehenbleiben  und gegen eine 9, 10 oder Ass kaufen.
  6. Mit einer Hand von A-8, A-9 oder A-10 (Black Jack) soll man niemals verdoppeln, sondern stets stehenbleiben (siehe oben).

Für eine Hand mit zwei Assen (soft 12) siehe Splits.

Hard hand doubles


  1. Eine Hard hand von 8 oder weniger Punkten soll man niemals verdoppeln.
  2. Eine Hand von 9 Punkten (ohne Ass) bestehend aus zwei Karten  soll man nur dann verdoppeln, wenn der Dealer eine 6, 5, 4 oder 3 hält.
  3. Eine Hand von 10 oder 11 Punkten (ohne Ass) bestehend aus zwei  Karten soll man stets verdoppeln, ausgenommen der Dealer hält 10 oder A.
  4. Eine Hard hand mit 12 oder mehr Punkten soll man niemals verdoppeln.

Splits


  1. Zwei Asse soll man immer teilen, ausgenommen der Dealer hat ein  Ass – in diesem Fall wertet man die Hand als soft 12 und verlangt eine  weitere Karte.
  2. Zweier, Dreier und Siebener soll man nur dann teilen, wenn der Dealer eine 2, 3, 4, 5, 6 oder 7 hält.     
  3. Zwei Vierer soll man nur dann teilen, wenn der Dealer eine 5 oder 6 hält.
  4. Fünfer und Zehner soll man niemals teilen.
  5. Zwei Sechser soll man nur dann teilen, wenn der Dealer eine 2, 3, 4, 5 oder 6 hält.
  6. Zwei Achter soll man immer teilen, ausgenommen der Dealer hat 10 oder Ass.
  7. Zwei Neuner soll man immer teilen, ausgenommen der Dealer hat eine 7, 10 oder Ass.

Insurance (Versicherung)


Es ist nicht sinnvoll, sich gegen einen Black Jack des Croupiers zu  versichern bzw., falls der Croupier als erste Karte ein Ass hält, sich  einen Black Jack zum Verhältnis 1 : 1 auszahlen zu lassen.

Bust


Die Nebenwette Bust, dass der Croupier sich verkauft, ist bei weitem  nachteiliger als das eigentliche Spiel; es ist daher nicht sinnvoll,  diese Wette abzuschließen.

Kartenzählen


Früher war es üblich, dass die in einem Spiel benutzten Karten  beiseite gelegt wurden und im nächsten Spiel die Karten vom Reststapel  aus dem Kartenschlitten gezogen wurden. War der Stapel zu ungefähr drei  Viertel abgespielt, wurden die abgelegten Karten mit dem restlichen  Talon neu gemischt, und eine neue Taille begann.
Auf diese Weise war die Zusammensetzung des Kartenstapels in den  einzelnen Spielen sehr unterschiedlich. Kamen z. B. im ersten Coup nach  dem Mischen nur wenige hohe Karten, so wurde die Wahrscheinlichkeit für  das Fallen hoher Karten im nächsten Coup natürlich größer.
Der US-amerikanische Mathematiker Edward O. Thorp entwickelte 1961  ein Spielsystem, mit dessen Hilfe man als Spieler einen Vorteil  gegenüber der Spielbank erlangte. 1962 veröffentlichte Thorp eine  ausführlichere Version als Buch Beat the Dealer. Als Spieler konnte man  durch Mitzählen der hohen Karten (Card counting) vorteilhafte  Zusammensetzungen des Kartenstapels erkennen und in diesen Fällen einen  höheren Einsatz riskieren.
Selbstverständlich setzten die Spielbanken daraufhin Gegenmaßnahmen ein:

  1. Die Anzahl der verwendeten Kartenpakete wurde erhöht,  ursprünglich wurde mit nur einem Paket gespielt, später mit vier und  heute zumeist mit sechs Paketen.
  2. Der Kartenstapel wird nicht mehr bis zum Ende gespielt, sondern es wird ein Viertel bis ein Drittel des Stoßes „abgeschnitten“.
  3. Die Wahlmöglichkeiten des Spielers wurden z. T. eingeschränkt (siehe Regel-Varianten).

Trotz dieser Gegenmaßnahmen bot das Kartenzählen dem Spieler weiterhin die Möglichkeit, seine Chancen zu verbessern.
Viele europäische Casinos verwenden nunmehr so genannte Shuffle  stars, spezielle Kartenschlitten mit eingebauter Kartenmischmaschine.  Die in einem einzelnen Spiel benutzten Karten werden nach dem Coup  gleich in den Schlitten zurückgelegt und dort sofort wieder mit den  übrigen Karten vermischt – auf diese Weise sind die einzelnen Coups beim  Black Jack voneinander unabhängig, so wie die einzelnen Coups beim  Roulette. Dadurch ist das Kartenzählen grundsätzlich obsolet. Entgegen einer gelegentlich kolportierten Behauptung, ist  Kartenzählen in Casinos nach deutschem Recht (ebenso in den USA) nicht  strafbar und auch nicht ordnungswidrig; dies schließt aber nicht  zwangsläufig aus, dass Casinos Hausverbot gegen identifizierte  Kartenzähler verhängen.

Third base


Ein sehr weit verbreiteter Irrglaube beim Black Jack ist die Meinung,  dass der Spieler, der unmittelbar zur Rechten des Croupiers sitztdiese Position am Spieltisch wird Third base genanntmit seiner  Spielweise das Resultat des Croupiers beeinflussen kann, schließlich  würde ja eine von ihm verlangte Karte andernfalls der Croupier erhalten  bzw. erhält der Croupier die eine Karte, die er nicht mehr kauft.
Da aber die nächste Karte nicht bekannt ist, lässt sich für den Spieler aus dieser Position am Spieltisch kein Vorteil ziehen.
Als Spieler wird man an diesem Platz aber häufig von den übrigen  Teilnehmern bezüglich der Spielweise kritisiert, weshalb dieser Platz  eher gemieden wird.

Fünfkartentrick


Der sogenannte Fünfkartentrick (Five Card Trick oder Five Card  Charly) wurde schon früher gestrichen: Ein Spieler, der fünf Karten auf  der Hand hielt und dabei die 21 Punkte nicht überschritten hatte, gewann  sofort im Verhältnis 1 : 1, es sei denn, der Croupier hatte einen Black  Jack, in diesem Fall gewann die Bank – hierbei gab es allerdings auch  abweichende Regeln. Mit dieser zusätzlichen Gewinnmöglichkeit lässt sich  sogar eine Gewinnstrategie finden, die ohne Kartenzählen auskommt.
Der Fünfkartentrick ist heute nur noch selten vorzufinden, wenn, dann  gelten jedoch stets andere Einschränkungen der Wahlmöglichkeiten des  Spielers, sodass insgesamt eine für den Spieler weniger aussichtsreiche  Variante entsteht.


Blackjack Varianten

European Blackjack
– 0.39%
Das Spiel wird gespielt mit zwei Standard-52-Kartenspiel
Multi-Hand Blackjack
0.63%
Das Spiel wird mit 5 Standard-Stapel Karten gespielt
Vegas Strip Blackjack
– 0.34%
Das Spiel wird gespielt mit vier Standard-52-Karten
Vegas Downtown Blackjack
– 0.38%
Das Spiel wird mit 2 Karten-Stapel gespielt
Atlantic City Blackjack
– 0.35%
Das Spiel wird mit 8 Standard-Kartenstapel gespielt
Spanish Blackjack
– 0.38%
Das Spiel wird gespielt mit 6-8, 48 Karten-Stapel "Spanisch"
Super Fun 21
Super Fun 21 wird mit einem einzigen Kartenspiel gespielt

Blackjack Tabelle

Player hand
Dealer's face-up card
Key:
S = Stand
H = Hit
Dh = Double (if not allowed, then hit)
Ds = Double (if not allowed, then stand)
SP = Split
SU = Surrender (if not allowed, then hit.)
2345678910
Hard totals (excluding pairs)
17-20SSSSSSSSSS
16SSSSSHHSUSUSU
15SSSSSHHHSUH
13-14SSSSSHHHHH
12HHSSSHHHHH
11Dh
Dh
Dh
Dh
Dh
Dh
Dh
Dh
Dh
H
10
Dh
Dh
Dh
Dh
Dh
Dh
Dh
Dh
HH
9H
Dh
Dh
Dh
Dh
HHHHH
5-8HHHHHHHHHH
Soft totals

2345678910A
A,8–A,9
SSSSSSSSSS
A,7
SDs
Ds
Ds
Ds
SSHHH
A,6
HDhDh
Dh
Dh
HHHHH
A,4–A,5
HHDh
Dh
Dh
HHHHH
A,2–A,3
HHHDh
Dh
HHHHH
Pairs

2345678910A
A,A
SP
SP
SP
SP
SP
SP
SP
SP
SP
SP
10,10
SSSSSSSSSS
9,9
SP
SP
SP
SP
SP
S
SP
SP
SS
8,8
SP
SP
SP
SP
SP
SP
SP
SP
SP
SP
7,7
SP
SP
SP
SP
SP
SP
H
H
H
H
6,6
SP
SP
SP
SP
SP
HHHHH
5,5DhDh
Dh
Dh
Dh
Dh
Dh
Dh
HH
4,4HHH
SP
SP
HHHHH
2,2-3,3
SP
SP
SP
SP
SP
SP
HHHH
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